Luciana: Poesie aus Oliven

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Begeistert gleiten Lucianas Hände durch die frisch geernteten Oliven. Sie strahlt. In ein paar Stunden wird das Öl olivgrüngold aus der Presse in Cetona rinnen, keine zwanzig Kilometer von hier. Dann wird sie die Mühen ihrer Arbeit sehen, riechen und schmecken.

Es wird nicht viel sein, 400 Liter vielleicht, alles in allem. Dafür ist die Qualität umso besser. Und der Name des Öls klingt nach Poesie. „Paladina“ nennt sie es, nach dem Anwesen, auf dem der Hain liegt. “Piccola Paladina” – ein kleines Paradies!

Gerade mal 600 Bäume hat Luciana auf ihren drei Hektar Land, malerisch gelegen inmitten der orvietischen Hügel unterhalb von Monteleone d’Orvieto. Hier, im etwas rauen Klima und auf 450 Metern Höhe, gedeihen die Oliven der seltenen Sorte Pendolino besonders gut. Die Äste der Bäume hängen weit herunter, fast bis zum Boden. Ein bisschen wie in einem Zauberwald.

Bei der Ernte Ende Oktober/Anfang November hilft Lucianas Familie mit – die Kinder Elena und Gianmarco, “il babbo” und natürlich “i nonni”. Stolz klettert selbst der achtundneunzigjährige Großvater auf die Leiter und erntet Oliven in luftiger Höhe. Leben kann Lucina nicht von den Olivenbäumen. Aber darauf verzichten will sie auch nicht. Vielleicht auch, weil die frisch geernteten Oliven und das kostbare Öl dieses zufriedene Lachen in ihr Gesicht zaubern.


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